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OPPELNER RITTERGESELLSCHAFT

Datum der Entstehung der Oppelner Rittergesellschaft greift auf das Jahr 2000 zurück, in dem eine Kleingruppe von Liebhaber des Mittelalters einen Verein gründete, der später eine Rechtspersönlichkeit bekam. Auf diese Art und Weise entstand die Oppelner Rittergesellschaft, zu dem gegenwärtig dutzende Krieger und Weißköpfe aus verschiedenen Städten aus Südpolen gehören. Anreger der Vereinsentstehung war seliger Andrzej Kowalczyk und die Gruppe der um ihn herum gesammelten Personen, unter deren sich auch damaliger Kammerherr Andrzej „Efendi“ Kościuk befand, der zurzeit die Funktion des Statthalters ausübt. Er leitet und steht an der Spitze des Ritterrates, der durch Rittervereinmitglieder jede vier Jahre bestimmt wird.

Hauptprofil der Gesellschafttätigkeit ist die Verbreitung und Rekonstruktion der materiellen Kultur und der Realien des Alltagslebens im Mittelalter. Rekonstruktion der „lebendigen Geschichte” durch die Gesellschaftmitglieder besteht in der regelmäßigen Teilnahme an Fechtschulungen und Fechttrainings, wo die Männer die Geheimnisse der damaligen Fechtkunst, im Besonderen unter der Berücksichtigung der aus den erhaltenen Quellen stammenden Fechtpakte, kennen lernen.

Tätigkeit der Oppelner Gesellschaft beruht ebenfalls auf der Schaffung der mittelalterlichen Kleidung und Ausstattung mit besonderer Sorgfältigkeit um die historische Authentizität. Sie besitzen alle Kleidungen, die alle Perioden des Mittelalters und Stände der gesellschaftlichen Hierarchie repräsentieren.  Dank ihrer Arbeit, ihres Engagement und ihres historischen Wissens sammelten sie beträchtliche Sammlungen von Ritterausrüstung und Waffen aus XIII – XV Jahrhundert, Artillerie, Ausrüstung der englischen und türkischen Bogenschützen und auch Mittelalterszelten, Möbeln, Lagerausrüstung, Geschirre, Lampen und von anderen Alltagsgegenständen.

Hinsichtlich der individuellen Interessen beschäftigen sich die Mitglieder der Oppelner Rittergesellschaft ebenfalls mit Kaligraphieunterrichten, Schreiben mit Hilfe von einer Gänsefeder, mit lateinischer Paläographie, indem sie die Werkstatt des mittelalterlichen Schreiberlings vervollständigen, und selbstständig Tinte, Papier, Kerze, Grubenlampen, Lampions und andere Schreibmaterialien herstellen.  Regelmäßig veranstalten sie solche Workshops wie Keramik-Workshops, Schmiede-Workshops, Waffenschmied-Workshops, Metsiederei-Workshops, Unterrichten des Alttanzes, der Artillerie, der Weberei, der Stickerei, des Werfens mit Axt, Lanze und mit Messer, der Schauspielkunst, des Bogenschießens, kulinarische Workshops, Hornfels-Workshops, Münzen-, Schuster- und Schneiderworkshops und nehmen daran teil.

Mann soll das hohe Niveau der Oppelner Bogenschützen erwähnen, die an der Spitze in den Bogenschiessenturnieren im In- und Ausland stehen.  Eine große Rolle in der Gestaltung vom artistischen Repertoire spielen ebenfalls Reitervorführungen und Inszenierung von Mittelaltersschlacht bei dem Licht der brennenden Hütten.

Eine große Attraktion im Programm der Oppelner Rittergesellschaft bilden auch die Artillerie- und Feuerwerkerei-Vorführungen mit den Abschüssen aus der Kanone,  Hakenbüchfen und Feuerschau.

Die Mitglieder der Oppelner Rittergesellschaft arbeiten sowohl mit den anderen Rittervereinen aus ganzem Polen als auch mit den Rittervereinen aus Weißrussland, Russland, Litauen, Lettland, Ukraine, Österreich und Deutschland zusammen.  Hinsichtlich der Nachbarschaft mit der tschechischen Grenze entwickelt sich sehr gut die Zusammenarbeit mit den tschechischen Rittervereinen, besonders mit Fechtverein aus Jesenik, mit dem die Oppelner viele gemeinsame Unternehmungen in Rahmen der Unionprojekte verbindet.

Die Ritter und Damen nehmen an den mittelalterlichen Festen, Tournieren und Festessen in der ganzen Europa durch das ganze Jahr teil. Man kann Halbtausend von Festen mit der Beteiligung der Rittergesellschaft innerhalb der neunjährigen Tätigkeit nennen. Zu den wichtigsten ausländischen Unternehmungen kann man sicher sowohl die Teilnahme an den Weißrussland-Turnieren in Nowogrodek und Nieswiez, an den österreichischen, tschechischen und deutschen Burgen als auch die Vorführungen in Chicago zählen. Sie traten schon an den dutzenden polnischen Burgen, Nomadenfesten in den Lodz – Wäldern und in vielen Open-Air-Turnieren auf, die durch befreundete Vereine veranstaltet sind.

Die Oppelner hatten schon die Gelegenheit, an den meistens spektakulären Vorführungen der Mittelaltersschlachten teilzunehmen. Mehrmals kämpften sie auf dem Grunwaldfeld während der „Grunwalder Tagen“ – was eine größte Ritterunternehmung in Polen ist. Jedes Jahr wohnen sie dort, durch die nicht ganze Woche, am historischen Lager.

Oppelner Ritterverein steht dank der gewissenhaften Arbeit von Vereinsmitgliedern mit dem Statthalter Andrzej Kościuk an der Spitze, an einem gutem Platz an der Liste der polnischen Rittervereine.  Er wird am gegenwärtigen Rittermarkt hoch geschätzt und lädt gern auf meistens anerkannte europäische Feste ein.  Hinsichtlich des Zeitmangels und der großen Zahl von Einladungen sind sie leider nicht imstande, an allen Turnieren teilzunehmen. Im Sommer besuchen sie jedes Wochenende ein anderes Fest.

Seit Anfang der Existenz traf sich der Verein in vielen Orten im Oppeln, und nahmen regelmäßig an den Trainings teil. Seit 2007 kann sich der Ritterverein mit dem originellen und auf ganzer Welt einzigem Bauwerk dieser Art, nämlich einer hölzernen Burg rühmen.

Mehr Informationen über Burg und Tätigkeiten der Oppelner Rittergesellschaft an der Burg können Sie an der Internetseite www.grod.pl und www.grod.byczyna.pl finden.

Ein zweiter Sitz, mit dem sich die Ritter rühmen können, ist Artillerie-Bastei mit den mittelalterlichen Mauern, die die Oppelner seit Januar 2009 leiten. Erneuertes Bauwerk ist an der Pfarrer-Stefan-Blady-Straße zwischen Oder und Oppelner Dom platziert.  Das ist eine hervorragende touristische Attraktion, deshalb bereitet hier die Oppelner Rittergesellschaft viele interessante Expositionen, wie Ausstellung der Folterinstrumente, Kleiderschauen, Ausrüstungen und Wappen, und ein Souvenirladen vor.  Feierliche Öffnung, die mit artistischen Vorführungen und mittelalterlichem Jahrmarkt verbunden wurde, fand am 25 April 2009 statt.

Oppelner Rittergesellschaft kann sich mit der Veranstaltung von dutzend großen historischen Festen mit der Teilnahme von ein bis sieben hundert Beteiligten aus mehreren Ländern rühmen.  Diese Feste sahen von ein paar Hundert bis ein paar Tausend von Zuschauern.  Veranstaltung der allgemein polnischen Tournieren an den Burgen in Raciborz, Brzeg, Lesnica, Grodziec, Jastrzebie, Duszniki, Tarnowskie Gory, Rudy, in tschechischen Jawornik, Paczkow, Posen, Oppeln, Bielsko-Biala, Glogau, Ryna sind der Erwähnung wert.

Einen großen  Ruhm, den dank dem großen Arbeitsaufwand zu Tage kommt, bilden auch zyklische Feste mit einem internationalen Charakter:

  • Internationaler Tournier in Byczyna – 2003 – 2009 (zyklisch am ersten Wochenende im Mai und im September)
  • Internationales Fest in Oppeln – Bierkowice – 2001 – 2006 (zyklisch am ersten Wochenende im August)
  • Internationaler Tournier in Oppeln – auf der Insel Bolko – 2006 – 2009 (zyklisch am ersten Wochenende im August)
  • Oppelner Tage – 2005 – 2009 (zweite Hälfte des Aprils)
  • Franziskaner Jahrmarkt in Posen – 2007 – 2009 (zyklisch – September)